Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.
Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An meinem Bau geformt und dich gemüht.
Du hast die besten Werte meines Lebens
Mit heißen Worten mir ins Herz geglüht.
Verzeih, wenn ich das Alte nicht bereue.
Ich will mich heut wie einst vor dir nicht bücken.
Doch möcht ich dir für deine Lehrertreue
nur einmal dankbar, stumm die Hände drücken.
Joachim Ringelnatz
Sonntag, 2. Mai 2010
Durch Liebe
Durch Liebe ward das Bittre süß hold,
durch Liebe ward das Kupfer reines Gold,
durch Liebe ward die Hefe rein und klar,
die Liebe bot der Krankheit Heilung dar,
durch Liebe wird belebet, wer entschlafen,
durch Liebe werden Könige zu Sklaven...
Die Liebe macht das tote Brot zu Seele,
macht ewig, die vergängliche, die Seele!
Dschela ed-Din Rumi
durch Liebe ward das Kupfer reines Gold,
durch Liebe ward die Hefe rein und klar,
die Liebe bot der Krankheit Heilung dar,
durch Liebe wird belebet, wer entschlafen,
durch Liebe werden Könige zu Sklaven...
Die Liebe macht das tote Brot zu Seele,
macht ewig, die vergängliche, die Seele!
Dschela ed-Din Rumi
Die Farbe der Liebe
Die Liebe ist rot, das ist doch gewiss.
Doch seid ihr sicher,
dass dies wirklich so ist?
Die Liebe kann lachen,
tanzen und singen.
Sie kann den Liebenden
Freude bringen.
Die Liebe kann helfen,
blühen und hoffen.
Sie hat schon
den größten Verlierer getroffen.
Die Liebe schweigt
und versteht und beginnt,
wenn zwei Liebende sich einig sind.
Die Liebe ist bunt! Das weiß ich genau.
Und ohne Liebe ist alles grau.
© I. Kunath, 2008
Doch seid ihr sicher,
dass dies wirklich so ist?
Die Liebe kann lachen,
tanzen und singen.
Sie kann den Liebenden
Freude bringen.
Die Liebe kann helfen,
blühen und hoffen.
Sie hat schon
den größten Verlierer getroffen.
Die Liebe schweigt
und versteht und beginnt,
wenn zwei Liebende sich einig sind.
Die Liebe ist bunt! Das weiß ich genau.
Und ohne Liebe ist alles grau.
© I. Kunath, 2008
Das höchste Ziel
Willst Du das höchste Ziel, so lern‘ entsagen! –
Die Alpenhöh‘ kann keine Reben tragen.
Willst Du empor auf Adlerflügeln steigen,
Verzicht‘ auf’s Nestlein in den Blütenzweigen!
Willst Du der Sterne Spielgeselle werden,
Verzicht auf die Blumen hier auf Erden;
Such‘ in Dir selbst dann Deines Glückes Bronnen! –
Einsam geh’n durch den Weltenraum die Sonnen.
Emil Rittershaus
Die Alpenhöh‘ kann keine Reben tragen.
Willst Du empor auf Adlerflügeln steigen,
Verzicht‘ auf’s Nestlein in den Blütenzweigen!
Willst Du der Sterne Spielgeselle werden,
Verzicht auf die Blumen hier auf Erden;
Such‘ in Dir selbst dann Deines Glückes Bronnen! –
Einsam geh’n durch den Weltenraum die Sonnen.
Emil Rittershaus
Das neue Schuljahr
Ab morgen musst du Mathe lernen.
Chemie und Bio, auch Latein.
Was daraus wird, steht in den Sternen.
Du musst ja nicht der Beste sein.
Doch auch die Lehrer müssen pauken.
Darüber sind sie nicht erbaut.
Sie sehen es mit ihren Augen.
Die Schüler toben lang und laut.
Die ersten Stunden sind verloren.
Ein Lehrer schimpft in einer Tour.
Den Taktstock schwingt er unverfroren.
Sein Leistungskurs macht Abitur.
Gewitter krachen und sie grollen.
Sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Denn alle spielen ihre Rollen.
Der erste Tag: ein Neubeginn.
© Roman Herberth
Chemie und Bio, auch Latein.
Was daraus wird, steht in den Sternen.
Du musst ja nicht der Beste sein.
Doch auch die Lehrer müssen pauken.
Darüber sind sie nicht erbaut.
Sie sehen es mit ihren Augen.
Die Schüler toben lang und laut.
Die ersten Stunden sind verloren.
Ein Lehrer schimpft in einer Tour.
Den Taktstock schwingt er unverfroren.
Sein Leistungskurs macht Abitur.
Gewitter krachen und sie grollen.
Sonst macht das Ganze keinen Sinn.
Denn alle spielen ihre Rollen.
Der erste Tag: ein Neubeginn.
© Roman Herberth
Fliegenmahlzeit
Die Familie Siebenbein
Führt heut, welche Wonne,
Alle hundert Kinderlein
In die Abfalltonne.
Mhm, wie riechts hier wunderbar
Nach verfaulten Pflaumen.
Ach, solch grüne Wursthaut gar
Kitzelt mir den Gaumen.
Schimmelkäse, alt und zäh,
Eine ganze Schüssel!
Kinder, wenn ich so was seh,
Wässert mir der Rüssel.
Immer schön manierlich sein,
Nicht so hastig schlecken!
Brumsebrim, es ist nicht fein,
Sich was einzustecken.
Sissilinchen, du vergißt:
Nicht mit allen sechsen!
Wenn man in Gesellschaft ist,
Darf man nicht so klecksen.
Friedrich Hofmann
Führt heut, welche Wonne,
Alle hundert Kinderlein
In die Abfalltonne.
Mhm, wie riechts hier wunderbar
Nach verfaulten Pflaumen.
Ach, solch grüne Wursthaut gar
Kitzelt mir den Gaumen.
Schimmelkäse, alt und zäh,
Eine ganze Schüssel!
Kinder, wenn ich so was seh,
Wässert mir der Rüssel.
Immer schön manierlich sein,
Nicht so hastig schlecken!
Brumsebrim, es ist nicht fein,
Sich was einzustecken.
Sissilinchen, du vergißt:
Nicht mit allen sechsen!
Wenn man in Gesellschaft ist,
Darf man nicht so klecksen.
Friedrich Hofmann
Dienstag, 27. April 2010
Die Tochter
eine Gute Tochter ist wie das Licht
alle Hoffnung fällt da ins Gewicht
ist sie klein, versucht man sie zu beschützen
versucht mit Liebe sie zu leiten,
mit jeden Jahr, daß sie wächst,wachsen auch die Sorgen,
doch jedes Lächeln tut das Leben würzen
jedes Lachen tut das Herz erweitern,
und mit der Zeit wird dir bewusst, daß Buddha gibt heute schon das
Morgen.
Bald kommt sie ein Alter, wo Sehnucht ist nicht nur ein Wort,
wo Liebe ist ein realer Ort.
Auf einmal will sie eigene Wege gehen,
schneller als du bereit sie los zulassen.
Dann kommt die Zeit wo Welten neu geschaffen werden,
wo alte Werte neu erfunden werden.
Doch mit der Zeit wird auch verstanden, daß Alte nicht nur heiße
Luft verteilen,
das manche Situation vor langem durchgestanden, schmerz und
Hoffnung fur die Zukunft teilen.
Es gibt so viele Wege, die man gehen kann,
es gibt so viele Möglichkeiten und man weiß nicht wo und wann.
doch bei allem seo dir bewusst,
Buddha hat es im Vor raus gewusst.
Lange vor Deinem alten Herrn,
der manchmal scheint dir doch so fern.
Bei allem was du machst im Leben,
werde ich mein Herz für dich geben.
erfinde alles neu, versuche deine Träume zu finden,
auch wenn du fern werden unsere Gedaken sich binden.
©Jonny J. Bettinger
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